Besenreiser

Besenreiser sind eine kosmetisch sehr störende Erkrankung. Die kleinen, maximal 2mm durchmessenden Äderchen können überall am Körper auftreten. Häufig treten sie im Gesicht (auch Couperose genannt) oder aber an den Beinen auf. Oft wird fälschlicherweise Besenreisser geschrieben. Die Bezeichnung bezieht sich jedoch auf das Erscheinungsbild, welches wie ein Gerüst aus Ästen aussieht, aus welchen früher Besen gebunden wurden.

Besenreiser, die im Gesicht auftreten (Couperose)Besenreiser sind oberflächliche Äderchen

Besenreiser sind nichts anderes als kleine Gefässe, welche direkt unterhalb der Haut laufen und daher schon bei geringer Dilatation (Ausweitung) sichtbar werden. Besereiser treten zwar häufiger bei Frauen auf aber auch Männer sind davon betroffen. Die Veränderung der Äderchen beginnt meistens schon in jungen Jahren und kann ein Zeichen einer venösen Abflusstörung sein. Daher sollte vor der Therapieeinleitung eine Abklärung durch den Gefässspezialisten erfolgen.

So entstehen Besenreiser

Besenreiser sind das Resultat von schwachem Bindegewebe, familiärer Vorbelastung, Temperaturschwankungen und Bewegungsmangel. Auch können die Gefässe auf Grund eines dauerhaft erhöhten intravenösen Drucks, wie bei chronisch venöser Insuffizienz Auftreten. Oft liegt eine Kombination von Besenreiser und Krampfadern vor. Auch nach einer Thrombose können sich Besenreiser bilden.

Die Behandlung von veränderten Gefässen

Es gibt verschiedene Behandlungsansätze für Besenreiser. Wichtig ist dabei immer die Suche der Grunderkrankung, meistens eine venöse Stauung. Die geläufigsten Therapien können heutzutage ambulant durchgeführt werden, die Erfolge sind sehr gut.  Bei der Sklerosierung wird eine Substanz in das Gefäss injeziert. Es kommt zu einer Entzündungsreaktion und damit zum Verschluss der erkrankten Vene. Häufig sind leichteVerhärtungen noch einige Wochen nach der Behandlung zu tasten. Moderner sind die Endoluminaltherapie sowie die Behandlung mit gepulstem Laser (transdermal=keine Schnitte).

Behandlung von Besenreiser mit FarblaserDie Funktionsweise von Laser bei Besenreiser

Das Prinzip ist einfach: Durch Erhitzung des erkrankten Gefäss kommt es zur Schrumpfung und Vernarbung. Damit das umliegende Gewebe nicht geschädigt wird, kommen ganz spezielle Farblaser zum Einsatz. Das gebündelte und gleichgerichtete, hocheneretische Licht wird nur von den Gefässen resp. dem Blut absorbiert und in Wärme umgewandelt. Auf Grund der kurzen Applikationsdauer wird das umliegende Gewebe nur minimal erwärmt und so geschohnt. Die Behandlungskosten für diese Therapie sind noch relativ hoch, da meistens 2-3 Sessionen nötig sind um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Auch bei der Behandlung der Besenreiser gelten Kompressionsstrümpfe als Basistherapie. Noch wichtiger ist aber der gezielte Einsatz nach der Besenreiserbehandlung, sonst ist das Rezidiv vorprogrammiert. Mindestens Kompressionsklasse zwei ist erforderlich, um ausreichend Prophylaxe zu betreiben.